Was würdest Du antworten, wenn Du gefragt wirst: "Worauf kannst Du Dich verlassen?" Würdest Du sagen: "Ich verlasse mich vor allem auf mich selbst dann werde ich schon nicht ent-täuscht", oder sagst Du: "Ich kann mich sehr gut auf meinen Ehepartner, meine Familie, meine Freunde verlas-sen."

Ist es nicht so, dass wir uns Menschen wünschen, denen wir bedingungslos vertrauen können. Liebe Menschen, die unsere Schwächen akzeptieren und unsere Stärken gebrauchen. Wie wohl-tuend ist es Freude, Sorgen, ja, ein ganzes Leben miteinander teilen zu können. Außerdem tut es unendlich gut geachtet, geschätzt, gebraucht und geliebt zu werden. Das konnten in den letzten 125 Jahren viele Jugendliche, Frauen und Männer bei Begegnungen in den vielen Veranstaltungen und Versammlungen in unserem CVJM erfahren. Es gab sicher auch Enttäu-schungen und Verletzungen, wo es notwendig war einander zu vergeben. Wo Gottes Hilfe und Gnade in An-spruch genommen werden musste, so wie es David in Ps.40, 12 ausdrückt: "Du, HERR, wirst dein Erbarmen nicht von mir zurückhalten; deine Gnade und deine Treue werden be-ständig mich behüten." Diese Erfah-rung gilt auch heute, darauf kannst Du Dich verlassen.

Viele Mitarbeiter engagierten sich um vor allem Jugendlichen eine Begeg-nung mit Jesus zu ermöglichen. Es war ihnen dabei stets ein Anliegen, dass junge Menschen Jesus immer besser kennen lernen konnten und sie ihr eigenes Leben immer mehr von ihm leiten ließen. Die sich darauf einließen haben die gleichen Erfahrungen wie Paulus gemacht, der in Phil.1, 6 schreibt: "Ich bin darin in guter Zu-versicht, dass der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird's auch vollenden bis an den Tag Jesu Chris-ti. Darauf kannst auch Du Dich heute verlassen.

Eins ist sicher, von Menschen wurden und werden wir immer wieder ent-täuscht. Hast Du schon einmal erfah-ren, dass Gott nicht zu seinem Wort und zu seinen Versprechungen steht? Ich nicht. Auf Gott ist verlass. Das war auch so in den letzten 125 Jahren. Er hat ganz persönlich Menschen gerufen, die den Verein im Namen Jesu geleitet haben. Er hat Mitarbeiter befähigt Gottes Wort zu verkündigen. Er hat durch Zeiten großer Nöte hindurch getragen und die Gemeinschaft unter Christen bis heute erhalten. Ihm sei Dank, Lob und Preis dafür. Seine Treue und Fürsorge war stets vorhan-den.

Wie oft waren wir nicht schon dankbar für seine Bewahrung? Wie oft haben wir uns nicht schon gefreut, dass er unser Vater ist und wir seine Kinder sind? Wie oft haben wir nicht schon seine Güte erfahren? Wir können ge-trost und zuversichtlich in die Zukunft blicken. Wir brauchen keine Angst zu haben, dass er nicht für uns sorgt auch wenn wir vielleicht krank, arbeitslos oder in Schwierigkeiten stecken. Es gilt seine Zusage aus Jes. 41,10: "Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir! Ha-be keine Angst, denn ich bin dein Gott! Ich stärke dich, ja, ich helfe dir, ja, ich halte dich mit der Rech-ten meiner Gerechtigkeit." Darauf kannst Du Dich verlassen. Vielleicht hilft er nicht so wie wir uns das vorstel-len, aber er sorgt für uns.

Nichts kann uns scheiden von seiner Liebe zu uns. Wie in den letzten 125 Jahren gilt es auch in Zukunft diese froh machende Botschaft den Men-schen in Untertürkheim, vor allem den Jugendlichen, zu sagen. Gott will uns gebrauchen. Rufen wir es hinaus: "Auf den Herrn Jesus Christus ist verlass!"
"Denn des Herrn Wort ist wahrhaf-tig und was er zusagt, das hält er gewiss." Ps.33, 4

Das kommt auch in der Jahreslosung aus Josua 1, 5b zum Ausdruck, die uns im Jubiläumsjahr immer wieder vor Augen sein soll.
"Ich lasse Dich nicht fallen und ver-lasse dich nicht." Darauf kannst Du Dich verlassen.


Thomas Paule